24. Internationales
Wiener Motorensymposium
am 15. und 16 Mai 2003 |
| von
Hans Peter Lenz |
| Vorwort |
Auch in diesem Jahr stellte das 24. Internationale Wiener
Motorensymposium ein herausragendes Ereignis dar, bei dem
Spitzeningenieure aus aller Welt die neuesten Ergebnisse und Zukunftstrends
in der Motorenentwicklung präsentierten.
Das Symposium begann und endete mit gemeinsamen prominent besetzten
Plenar-Eröffnungs- und Schlusssektionen, in denen Themen von
generellem Interesse behandelt wurden. Dazwischen folgten in zwei
Parallelsektionen die Fachvorträge unter Leitung von Prof.Dr.Hans
Peter Lenz, TU Wien, Prof.Dr.Rudolf Pischinger,
TU Graz, Prof.Dr.Helmut Eichlseder, TU Graz, Prof.Dr.Gunter
Jürgens, TU Graz. Alle Vorträge und Diskussionen
wurden simultan in Deutsch und Englisch übersetzt. |
1
Einleitung
In seiner Eröffnungsansprache
wies Veranstaltungsleiter Prof.Lenz auf die gewaltigen Leistungen
der Automobil- und Motorenindustrie in den vergangenen Jahren hin:
-
Stabilisierender Faktor in wirtschaftlich schwierigen Zeiten
-
Steigende Aufwendungen in Forschung und Entwicklung
- Innovationsführerschaft
in der gesamten Industrie
-
Drastische Verminderung der Schadstoffemissionen bei sinkendem
Verbrauch, aber steigender Leistung und mehr Fahrspaß.
-
Prof.Lenz hob Österreich als ein Land hervor, das von den
ersten Anfängen des Automobils maßgeblich an dessen
Entwicklung beteiligt war und in den letzten Jahren zu einem echten
„Autoland“ in Entwicklung und Produktion geworden
ist, mit Exportquoten von 80 -100 %.
Obwohl das Symposium
restlos ausgebucht war, wurde 40 Studierenden - gesponsert
von der Industrie - die Gelegenheit gegeben, teilzunehmen, zu lernen,
Kontakte zur Industrie zu knüpfen und sich von der Begeisterung
der Entwickler anstecken zu lassen.
Besonders erfreulich auch die große Zahl der teilnehmenden Professoren
von Technischen Universitäten und Fachhochschulen. So ist gesichert,
dass neuestes Wissen in die Hörsäle gelangt. |
| Nach
der gemeinsamen Plenar-Eröffnungssektion folgten in zwei Parallelsektionen,
Bild 1 und Bild
2, die Fachvorträge unter Leitung von Prof.Lenz, Bild
3, Prof.Pischinger, Bild 4,
Prof.Eichlseder, Bild 5 und Prof.Jürgens,
Bild 6. |
|
|
|
Eine umfangreiche Ausstellung neuer Motoren, Komponenten und Fahrzeuge
ergänzte die Vorträge hervorragend, Bild
7, Bild 8 und Bild 9. |
|
|
| |
| Den Abend verbrachten
die Teilnehmer auf Einladung des Wiener Bürgermeisters in angenehmer
Atmosphäre beim Heurigen. |
|
2
Eröffnungsplenarsitzung „Antriebsstrang der Zukunft“:

Bild
10: |
Den
ersten Plenarvortrag der Eröffnungssitzung, hielt Dr.Gerhard
Schmidt, Vicepresident Ford Motor Company, Dearborn, Bild
10 , zum Thema „Antriebe
der Zukunft - Globale Möglichkeiten und Herausforderungen für
Ford“:
Neben den Verbrennungsverfahren nach Otto und Diesel werden hybride
Verbrennungsverfahren die klassischen Grenzen verwischen. Die bekannten
Kraftstoffe werden um neue, aus alternativen Energien gewonnene
ergänzt. Lokale Anwendungen von Alkoholen, eine weitere Verbreitung
von Naturgas und langfristig gesehen auch von Wasserstoff werden
das Angebot erweitern.
Der Dieselmotor, in Europa bereits ein mehr als gleichwertiger Partner
des Ottomotors, wird sicher auch bald in den USA eine steigende
Marktchance erhalten.
Hybridantriebe werden hierzu im Wettbewerb stehen. Der Durchdringungsgrad
der Technologien wird von der Kostenentwicklung des Hybridantriebes
und den Abgasnachbehandlungstechnologien des Dieselmotors abhängen.
Auch der Flexibilität der US Abgasgesetzgebung kommt dabei
eine entscheidende Rolle zu. Auf dem Weg in eine Zukunft, in der
Wasserstoff als Brennstoff eine dominierende Rolle spielen wird,
stellen mit Wasserstoff betriebene Verbrennungsmotoren eine glaubhafte
Übergangstechnologie auf dem Wege zum Brennstoffzellenantrieb
dar.
Die Brennstoffzelle als Antriebsquelle im Automobilbereich stellt
eine recht junge Technologie mit großen Erfolgen in der jüngsten
Vergangenheit und ebenso großen Herausforderungen für
die Zukunft dar. |
Dr.-Ing.
E.h. Siegfried Goll, Vorstandsvorsitzender der ZF Friedrichshafen
AG, Friedrichshafen, Bild 11,
(Mitverfasser Dr.-Ing.M.Ebenhoch) setzt die Plenarvorträge unter
dem Titel „Neue Getriebe verbessern
den Antriebsstrang“ fort:
Die Erfolge in der Motorenentwicklung in den vergangenen Jahren zeigen
deutlich, dass die Jahre des Hubkolbenmotors noch lange nicht gezählt
und noch erhebliche Verbrauchs- und Emissions-Reduzierungen möglich
sind. Allerdings zeigt sich im Kundenbetrieb auch, dass vom Fahrer
nicht alle Potenziale umgesetzt werden.Daher wird es in Zukunft noch
wichtiger, den Antriebsstrang als Gesamtsystem abzustimmen und auszulegen.
Getriebesysteme in unterschiedlichster Ausführungsform leisten
hierbei einen wesentlichen Beitrag zum optimierten Antriebsstrang.
Neue Getriebesysteme verbessern vor allem auf Grund einer erweiterten
Getriebespreizung und durch Automatisierung des Schaltvorgangs bei
steigender Fahrzeugperformance sowie gestiegenem Komfortniveau das
Verbrauchsverhalten.
Auf sehr hohem Wirkungsgradniveau müssen die vorhandenen Systeme
hinsichtlich der diskutierten Eigenschaften gemeinsam mit der Motorenentwicklung
weiter verbessert und optimiert werden, damit die hoch gesteckten
Ziele - insbesondere im Bereich der Kraftstoffreduzierung - mit wirtschaftlichen
Lösungen erreicht werden können. |

Bild
11: |

Bild
12: |
Thomas
G. Stephens, Group Vice President – General Motors Corp.,
Bild 12, beschloss die Plenarsitzung
mit seinem Vortrag: “GM’s Global
Perspectives on the Future of Internal Combustion Engines”
General Motors hat eine global operierende Powertrain Organisation
gegründet, um seine stark diversifizierenden Kunden besser bedienen
zu können. Dieses Netz weltweiter Partner-Allianzen erlaubt es
die Fahrzeuge mit den verschiedensten Antriebstechniken auszurüsten.
Abgesehen von den Alliancen werden auch bei GM selber eine Reihe von
Kerntechnologien entwickelt, die weltweit in den Konzern-Motoren und
-Getrieben je nach Bedarf eingesetzt werden können. GM verfolgt
bei der Motorenentwicklung eine 3-fach Strategie: Motoren mit einem
Spitzenwert für den Kunden, Motoren mit besonders hohen technischem
Inhalt und sogenannte Imagemotoren für technisch nicht besonders
interessierte Kunden.
Der erfolgreiche Einsatz der GM Powertrain Organisation und der entsprechenden
Produktstrategien wird die Zukunft des Verbrennungsmotors über
viele weitere Jahre sichern. |

3
Sektion: Neue Motoren
Dr.
Uwe D. Grebe (Vortragender), Dr. Peter Gebhard, Torsten Löhnert,
Ivo Opacak, Harald G. Theis; Opel Powertrain GmbH, Rüsselsheim:
„Die neue Generation der mittleren
Vierzylinder – Ottomotoren von FIAT-GM Powertrain“
Die mittlere Ottomotoren-Baureihe von FIAT-GM Powertrain mit der Bezeichnung
Familie 1 wurde grundlegend hinsichtlich Kraftstoffverbrauch,
Emissionsreduzierung, Qualität, Wartungsaufwand und Herstellkosten
überarbeitet. Neben den Optimierungen stand die Modularisierung
der Komponenten im Mittelpunkt.
Der 1,6 Liter Motor stellt das größte Produktionsvolumen
und ist die erste Variante der weiterentwickelten, dritten Generation
dieser Motorfamilie. Der Motor verwendet einen Tassenstößel-Ventiltrieb
mit mechanischer Spieleinstellung und ein Thermomanagementsystem.
Neben der Leistung von 76 kW und einem maximalen Drehmoment von 147
Nm stand die Einführung eines neuen, kraftstoffverbrauchsmindernden
Brennverfahrens mit Kanalabschaltung und hoher Abgasrückführrate
im Vordergrund der Entwicklung. Mit Marktstart des neuen Motors im
Opel Astra wird der MVEG - Zyklusverbrauch dieses Fahrzeugs um 7 %
von 7,0 l/100 km auf 6,5 l/100km gesenkt und nimmt eine Position im
Spitzenfeld des Segments ein. Dieses Feld wird ansonsten nur von Ottomotoren
mit wesentlich aufwändigeren Verbrauchsmaßnahmen wie beispielsweise
der geschichteten Benzindirekteinspritzung besetzt. Die kostengünstige
Lösung des verwendeten Systems verbindet hohen Kundennutzen im
Bezug auf Verbrauch und Fahrleistung mit optimierten Herstellungskosten
und hoher Langzeitzuverlässigkeit.
Das vorgestellte Konzept mit modularen Grundkomponenten bildet die
Plattform für die weiterentwickelte Motorengeneration und wird
in unterschiedlichen Kombinationen in allen zukünftigen Versionen
der mittleren Vierzylinder-Ottomotorbaureihe zum Einsatz kommen. |
|
Dipl.-Ing.
Erhard Voss, Dipl.-Ing. Walter Schnittger, Dipl.-Ing. Achim Königstein
(Vortragender), Dipl.-Ing. Ingo Scholten, Dipl.-Ing. Manfred Pöpperl,
Dipl.-Ing. Stefan Pritze, Dipl.-Ing. Peter Rothenberger, Dr.-Ing.
Matthias Samstag Opel Powertrain GmbH, Rüsselsheim:
„ 2,2 l ECOTEC DIRECT –
Der neue Vollaluminiummotor mit Benzindirekteinspritzung für
den Opel Signum“
Nach der erfolgreichen Einführung des 2,2l ECOTEC-Motors mit
Saugrohreinspritzung im Jahre 1999 steht nun mit dem 2,2l ECOTEC DIRECT
eine weitere Variante dieser Motorfamilie vor ihrer Serieneinführung.
Der neue 2,2l ECOTEC DIRECT Vollaluminiummotor ist der erste Benzindirekteinspritzer
aus dem Hause FIAT-GM Powertrain für Opel.
Entwicklungsziel dieses Motors war die Steigerung des Fahrspaßes
bei gleichzeitiger Einhaltung eines Höchstmaßes an Wirtschaftlichkeit,
bei Anschaffung und Unterhalt. Umfangreiche Konzeptuntersuchungen,
in denen verschiedene Benzindirekteinspritzkonzepte untersucht, entwickelt
und bewertet wurden, führten zu einem Benzindirekteinspritzer
mit variabler Einlassgeometrie, welcher mit stöchiometrischer
Verbrennung betrieben wird. Infolge seiner hohen Grundverdichtung
und seiner hohen Abgasrückführtoleranz, welche durch die
variable Einlassgeometrie ermöglicht wird, können hohe Verbrauchsvorteile
nicht nur unter stationären Betriebsbedingungen erzielt werden.
Die systembedingten Vorteile der Benzindirekteinspritzung führen
darüber hinaus im Instationärbetrieb zu einer weiteren Verbrauchsabsenkung.
Im neuen europäischen Fahrzyklus konnte ein Verbrauchsvorteil
von 6% nachgewiesen werden.
In der Volllast konnte die Nennleistung um 6% auf 155 PS gesteigert
werden, von größerer Bedeutung ist jedoch, dass über
das komplette Drehzahlband das Drehmoment um 6-8% gegenüber dem
Basismotor mit Saugrohreinspritzung angehoben werden konnte. |
|
Prof.
Dr.-Ing. R. J. Menne, Dr.-Ing. S. Limbach (Vortragender), Dr.-Ing.
B. Brinkmann, Dipl.-Ing. C. Hohage, Ford-Werke AG, Köln; D. Skipp
(BEng), T. Sweet, Ford Motor Company GB, Dunton;
„Abstimmung und Integration von Benzinmotoren
mit Direkteinspritzung“
Der Beitrag zeigte die Abstimmung und Integration von Benzinmotoren
mit Direkteinspritzung am Beispiel des 1.8L Duratec SCi Motors.
Neben dem SCi Motor wurden die Abgasreinigungsanlage und das Getriebe
beschrieben, das Verbrauchs- und Emissionsverhalten sowie die Fahrleistungen
des Fahrzeugs wurde analysiert. Weitere wichtige kundenrelevante Attribute
wie Anfahrverhalten, Ansprechverhalten oder Geräuschverhalten
wurden erörtert und die jeweilige technische Lösung zur
Erreichung der Zielsetzungen dargelegt.
Der 1.8L Mondeo SCi stellt ein sehr attraktives Gesamtpaket für
den Kunden dar, in dem niedriger Kraftstoffverbrauch, Fahrdynamik
und Komfort miteinander verbunden werden. Damit ist sichergestellt,
dass sich das SCi Konzept insbesondere in bezug auf Komfort und NVH
klar von Diesel CR Motoren separiert und so eine eigene Marktposition
rechtfertigt. |

4
Sektion: Simulation und Elektronikentwicklung
Ing.
P. Martinelli (Vortragender), Ing. N. Cavey, Ing. M. Bollini;Ferrari
Gestione Sportiva, Maranello, Dr. P. Schoeggl (Vortragender), Dipl.-Ing.
F. Mundorff, Dipl.-Ing. M. Dank, AVL List GmbH, Graz: „Optimierung
des Drehmomentverhaltens von Formel 1 Motoren mit neuen Echtzeit-Simulationsmethoden“
Aktuelle F1 Motorsteuerungen beinhalten komplexe Funktionen und Motorkennfelder
für Drosselklappenstellung, Einspritzung und Zündung, variable
Ansaugsysteme, Traktions- und Launchkontrollmechanismen. Viele Funktionen
wirken sich direkt auf das reine Motorverhalten als auch indirekt
auf das Fahrzeug-Handling und den Reifenverschleiß aus. Viele
dieser Funktionen müssen für eine spezielle Rennstrecke
kalibriert werden. Eine Abstimmung aller Variablen würde am Rennwochenende
zu einem inakzeptablen Zeitverzug führen. Ferrari verwendet neue
Simulationstechnologien zur Unterstützung der Voroptimierung
auf leistungsfähigen hochdynamischen Prüfständen.
Der Vortrag zeigte ein neues Echtzeit-Simulationstool VSM (Vehicle
Simulation Model) zur Simulation des dynamischen Verhaltens eines
Formel 1 Fahrzeuges auf dem hochdynamischen Prüfstand.
Hauptziel für VSM ist die Simulation der dynamischen Fahrzeugbelastung
auf den Motor unter dynamischen Fahrzeugkonditionen. Die realistische
Darstellung des Fahrzeugverhaltens auf jedem Teil der simulierten
Rennstrecke, inklusive Durchdrehen der Räder und Springen über
die Curbs, ermöglicht eine optimale Motorauslegung in der Simulation
und am hochdynamischen Motorenprüfstand.
|
|
Dipl.
Ing. Mario Prandstötter, Dipl. Ing. Harald Riener (Vortragender),
Dr. Michael Steinbatz
MAGNA Steyr, Engineering Center Steyr GmbH & KO KG: “Simulation
eines Motorhochlaufes mit Berücksichtigung der Ölfilmeigenschaften:
Integration von EHD – MKS – FE – Lebensdauer“
Der Vortrag befasste sich mit der numerischen Beurteilung der Betriebsfestigkeit
einer Kurbelwelle basierend auf einer Motorhochlaufsimulation unter
Berücksichtigung eines elasto-hydrodynamischen Schmierfilmmodells
(EHD).
Voraussetzung für eine transiente Betriebsfestigkeitsberechnung
einer Kurbelwelle ist eine exakte Simulation der Verformung bzw. Durchbiegung
zu jedem Zeitpunkt. Erste Versuche wurden unter Verwendung verschiedener
Ersatzmodelle (Kelvin-Voigt-Elemente,...) durchgeführt. In der
Vergangenheit hat sich aber gezeigt, dass eine wesentliche Anforderung
an das Schmierfilmmodell die exakte Beschreibung der dynamischen Eigenschaften
des Ölfilms in den Kurbelwellenhauptlagern ist, um qualitativ
hochwertige Ergebnisse zu erhalten.
Basierend auf einem modalen Ansatz wird eine neue Berechnungs- und
Simulationsmethode durch Koppelung der Mehrkörpersimulation (MKS)
mit der Finite Elemente Mehode (FEM) vorgestellt, die eine gleichzeitige
Berücksichtigung der EHD (ElastoHydroDynamik) ermöglicht. |
|
Dipl.-Ing.
Wilfried Nietschke (Vortragender), Dipl.-Ing. Winfried Schultalbers,
IAV GmbH, Gifhorn:
„Neue Ergebnisse der Elektronikentwicklung
zur Realisierung zukünftiger Motorkonzepte“
Voraussetzung für die Realisierung neuer Motorkonzepte ist eine
ausreichende Information über die Zylinderfüllung, die Verbrennung
und das Abgas des Verbrennungsmotors. Algorithmen zur Kompensation
von Abweichungen in der Abgasrückführraten-Bestimmung, die
Berechnung des Motordrehmomentes aus dem Kurbelwellendrehzahlsignal
und neue Verfahren zur schnellen Temperaturerfassung im Saugrohr sowie
Abgasstrang sind Beispiele, wie sich diese Informationen verbessern
lassen. Sie sind die Grundlage für die Funktionen zur Regelung
und Steuerung des Motors. Hierbei wird die Beherrschung von Übergangszuständen
und transienten Vorgängen immer wichtiger. Es ist daher notwendig,
den Regleralgorithmus an die Aufgabe anzupassen.
Durch die daraus resultierenden gestiegenen Anforderungen an das Motormanagement
und durch die Integration in das zunehmend komplexe Gesamtsystem „Fahrzeug“
werden der Funktionsumfang und der damit verbundene Applikationsaufwand
weiter steigen. Zum einen muss daher schon in der Funktionsentwicklung
dem Punkt „Applizierbarkeit“ mehr Gewicht beigemessen
werden, zum anderen sind Werkzeuge wie Rapid Calibration® notwendig,
um das
Potenzial der Applikation auszuschöpfen. |
5
Sektion: Neue Motoren 2
Dipl.-Ing.R.Herzog
(Vortragender), Dipl.-Ing.B.Heil, Dipl.-Ing.K.Kofahl, Dipl.-Ing.R.Steinbacher,
Dipl.-Ing.H.Brösecke, DaimlerChrysler AG Stuttgart: „Weiterentwicklung
des SUPREX-Konzeptes als Antrieb für sportive smart-Fahrzeuge
– Der neue 0,7 Liter 3-Zylinder-Ottomotor mit Turboaufladung“
Auf Basis des für die Kleinwagenmarke smart entwickelten ursprünglichen
0,6-Liter-SUPREX-Ottomotors mit Kanaleinspritzung wurden 2 überarbeitete
und eine neue Motorvariante dargestellt. Um die Leistungsstufen 37.45
und 60 kW realisieren zu können, wurde durch geänderte Abmessungen
von Hub und Bohrung das Gesamthubvolumen auf nun 700 cm3 vergrößert
und die Turboaufladung mit Wastegate-Regelung und Ladeluftkühlung
entsprechend angepasst.
Insbesondere wurde das Augenmerk auf die 60 kW-Variante gelenkt, die
durch herausragende 117,5 PS pro Liter Hubvolumen einen Spitzenplatz
unter den kleinvolumigen Motoren für Großserienfahrzeuge
einnimmt. Der überarbeitete Brennraum mit nun glattem Kolbenboden
im Bereich des Auslassventils und Doppelzündung sowie der angepasste
und separat gekühlte Ölhaushalt ermöglichen diese hohe
spezifische Belastung. Auspuffkrümmer und Turbolader bilden zusammen
ein Integrationskonzept, bei dem der Lader auf hochwarmfesten Stahlguss
umgestellt wurde. Geänderte aerodynamische Parameter und optimierte
Spaltmaße des Garrett-Laders ermöglichten die Darstellung
verbesserter Wirkungsgrade für Turbine und Verdichter.
Zusammen mit einer komplett neu konzipierten Abgasanlage mit einem
bimetallbeschichteten 2-Brick-Katalysator-Konzept werden bei günstigen
spezifischen Verbräuchen die EURO-4-Grenzwerte deutlich unterschritten.
|
|
Dipl.-Ing.
R. Dorenkamp (Vortragender), Dipl.-Ing. H.J. Engler, Dr.-Ing. L. Lohre,
Dipl.-Ing. H. Stehr, Volkswagen AG, Wolfsburg: „Der
neue 2,0l-TDI-Motor mit Vierventiltechnik“
Für die fünfte Generation der Golf-Plattform wurde als Diesel-Höhermotorisierung
ein völlig neuer 2,0l-TDI-Motor mit Pumpe-Düse-Einspritzung
entwickelt, welcher - erstmals bei Volkswagen - mit Vierventiltechnik
arbeitet und in 100 kW-Ausführung (Touran) und in 103 kW-Ausführung
(Audi A3) die EU4-Abgasnorm erfüllt. Der Querstrom-Aluminium-Zylinderkopf
ist durch Tangential-Einlasskanäle, einen um ca. 45° gedrehten
Ventilstern und zylinderparallele Ventile gekennzeichnet. Der Antrieb
der Ventile erfolgt durch zwei zahnriemengetriebene Nockenwellen und
Rollenschlepphebel.
Bei dem Pumpe-Düse-System Bosch „UI-P2“ handelt es
sich ebenfalls um eine Neuentwicklung mit zahlreichen funktionalen
Verbesserungen, wie einem reduzierten Einspritzgeräusch und gesteigertem
Druck. Die Hubraumsteigerung wurde durch eine Vergrößerung
der Zylinderbohrung von 79,5 mm auf 81,0 mm erreicht.
Mit dem Übergang auf die Vierventiltechnik und weiteren konstruktiven
Verbesserungen ist es gelungen, die erfolgreichen Pumpe-Düse-Motoren
im Verbrauch, in den Emissionen, in den Fahrleistungen und im Komfort
weiter zu verbessern. Der vorgestellte 100 bzw. 103 kW-Motor ist der
erste Vertreter der neuen 4V-TDI-Motorengeneration, die nach dem Touran,
dem neuen Audi A3 und dem Golf V später auch im Passat-Nachfolger
sowie im Audi A4 und A6 einsetzen wird. Leistungsgesteigerte Ausführungen
werden ebenfalls folgen. |
|
Dr.-Ing.
F.T. Metzner (Vortragender), Dipl.-Ing. U.Kirsch, Dr.techn. W. Demmelbauer-Ebner,
Dipl.-Ing. W. Ebbinghaus , Dr.-Ing. B. Ebel, Volkswagen AG, Wolfsburg:
„Der neue 3,2 l - V6 - Motor von Volkswagen
- Ein Motor für unterschiedlichste Anwendungsfälle“
Der seit 1999 gefertigte 2,8 l - V6 - Vierventilmotor wurde im Hubvolumen
auf 3,2 l vergrößert. Der Motor erzielt je nach Fahrzeugeinsatz
ein maximales Drehmoment von bis zu 320 Nm und erreicht eine Nennleistung
von bis zu 184 kW. Durch Optimierung des Ansaug- und Abgassystems
steigen die spezifischen Leistungs- und Drehmomentwerte auf bis zu
100 Nm/l und 57,7 kW/l.
Der Motor deckt ein Anwendungsspektrum von der sportlichen
Kompaktlimousine Golf R32 über die Einstiegsmotorisierung des
Phaeton bis zum geländetauglichen Sport Utility Vehicle Touareg
ab. Weitere Einsatzfälle sind vorgesehen.
Der Motor wird sowohl quer als auch längss
eingebaut. Die konventionelle Anordnung des Längsmotors über
der Vorderachse ist ebenfalls umgesetzt. Die Fahrzeuge erfüllen
in allen Motor-Getriebekombinationen die Abgasgrenzwerte nach EU4
bzw. LEV.
|
6
Sektion: Diesel-Abgas-Nachbehandlung 1
Dr.-Ing.
Michael Krüger (Vortragender), Dr.-Ing. Andreas Wiartalla, Dipl.-Ing.
Thomas Lichtenberg, Dipl.-Ing. Thomas Körfer, FEV Motorentechnik,
Aachen: „Emissionskonzepte für zukünftige
Pkw-Dieselmotoren“
Brennverfahrensseitige Maßnahmen sowie Abgasnachbehandlungskonzepte
wurden hinsichtlich Wirkungsgrad und Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch
analysiert. Eine Erfüllung der nach 2005 diskutierten bzw. schon
beschlossenen Emissionsgrenzwerte allein durch Weiterentwicklung des
Brennverfahrens erscheint aus heutiger Sicht als schwierig. Insbesondere
vor dem Hintergrund des Kraftstoffverbrauchs stellt sich eine geeignete
Kombination von innermotorischen Maßnahmen und Abgasnachbehandlung
als der sinnvollere Weg dar.
Entscheidend für den Erfolg eines solchen Konzeptes
wird die Leistungsaufnahme der Abgasnachbehandlungsmaßnahme
im weitesten Sinne sein. Dazu zählt das Thermomanagement von
Motor und Abgassystem. Darüber hinaus müssen aber auch
die Faktoren berücksichtigt werden, die das Regenerationsverhalten
der diskontinuierlich betriebenen Nachbehandlungssysteme Partikelfilter
und NOx-Speicherkatalysator bestimmen. Hier sind in erster Linie
das Kraftstoffadditiv und der Kraftstoffschwefel bzw. die Schwefelproblematik
des NOx-Speicherkatalysators zu nennen.
|
|
Dipl.-Ing.
Frida Diefke, Dipl.-Ing. Mats Lundgren, Dipl.-Ing. Per Nilsson, Volvo
Car Corporation; Dipl.-Ing. Rolf Brück (Vortragender), Dipl.-Ing.
Carsten Kruse, Dipl.-Ing. Simone Schaper, Emitec GmbH: „Neue
Dieselkatalysatorsysteme zur Erreichung der europäischen Grenzwerte
2005: getestet an einem Volvo S60 Personenkraftwagen“
Zur Einhaltung der europäische Stufe IV (2005) Gesetzgebung für
Dieselfahrzeuge werden hinsichtlich aller Schadstoffe verbesserte
Katalysatoreffektivitäten benötigt.
Neben einer Optimierung des Motors und des Motorsteuerungssystems,
müssen die für die HC- und CO-Umsetzung erforderlichen Oxidationskatalysatoren
an die spezifischen Anforderungen von modernen direkteinspritzenden
Dieselmotoren angepasst werden. Aufgrund der Wechselwirkung zwischen
Stickoxid und Partikelemissionen, werden speziell Fahrzeuge mit höherer
Fahrzeugmasse eine Partikelreduktionsmaßnahme benötigen.
An einem Volvo S60 wurde das Potential verschiedener Dieselkatalysatorsysteme
wie Hybrid-Katalysatoren, PM-Filterkatalysatoren und Vorturbolader-katalysatoren
im neuen und gealterten Zustand dargestellt. |
|
Dipl.-Ing.
Seiichi Hosogai, Eng., Honda R&D Co. Ltd. Dipl.-Ing. Kazunari
Komatsu, Eng., Dipl.-Ing. Yasuaki Unno (Vortragender), Eng., Emitec
Japan: „Der Hybridkatalysator ein neues
Katalysatorkonzept zur verbesserten Ausnutzung der Abgasenergie und
Steigerung der Effektivität von Dieselkatalysatorsystemen“
Zur Einhaltung der zukünftigen weltweiten Emissionsgesetzgebung
für Dieselfahrzeuge ist eine Erhöhung der Katalysatoreffektivität
für alle Schadstoffkomponenten erforderlich. Neben verbesserten
Motoren und Motormanagementsystemen muss der Oxidationskatalysator
an die spezifischen Randbedingungen eines modernen Dieselmotors angepasst
werden.
Die katalytische Effektivität von Oxydationskatalysatoren ist
hauptsächlich von der Katalysatortemperatur und damit von der
Abgastemperatur abhängig. Betrachtet man moderne hocheffektive
Dieselmotoren so liegt die Abgastemperatur vor allem bei Stadtfahrten
innerhalb des Bereichs der Light-Off Temperatur. Zur Steigerung der
Effektivität ist deshalb neben einer motornahen Lage eine verbesserte
Ausnutzung der Abgasenergie erforderlich.
Durch die Kombination einer schnellen Light-Off- und einer Wärmespeicherfunktion
in einem kompakten Bauteil, sorgt der Hybrid-Katalysator für
ein optimiertes Wärmemanagement. |
7
Sektion: Höchstleistungsmotoren
Dipl.-Ing.
Wolfgang Kotauschek, Dipl.-Ing. Hartmut Diel, Dipl.-Ing. Ulrich Baretzky
(Vortragender), Dr. Wolfgang Ullrich, Audi AG: „Der
Audi V8 FSI® Biturbo Motor für das 24-Stunden-Rennen in Le
Mans“
Für den erfolgreichen 3,6 l V8 Biturbo Motor des Jahres 2000
wurde eine Direkteinspritztechnologie FSI® entwickelt und zum
Renneinsatz gebracht.
Die wesentlichen Änderungen wurden hierfür im Bereich des
Zylinderkopfes vorgenommen. Neben einer aufwendigen Kanalentwicklung
für die notwendige Ladungsbewegung wurden auch Einspritzdüsen
mit speziell angepassten Spritzbildern entwickelt. Zur Bestimmung
der Parameter für die Gemischbildung wurden parallel zu den Versuchen
auch umfangreiche CFD Simulationsrechnungen durchgeführt. Alle
Maßnahmen zusammen mit der angehobenen Verdichtung ergaben einen
Anstieg des Drehmoments um bis zu 9 %, wobei der Kraftstoffverbrauch
zusätzlich um 8-10 % reduziert werden konnte. Die Fahrbarkeit
des 600 PS starken Motors konnte entscheidend verbessert werden.
Es wurde eine intensive instationäre Abstimmung sowie die Dauererprobung
auf einem hochdynamischen AVL Prüfstand durchgeführt. Mit
dem 3,6 l V8 FSI® Biturbo Motor erzielte Audi 2001 einen Doppel-
und in 2002 sogar einen historischen Dreifachsieg in Le Mans. Der
Motor erwies sich auch auf vielen anderen Rennstrecken der ALMS als
gleichermaßen siegreich und zuverlässig. |
|
Dipl.-Ing.
(FH) S. Knirsch (Vortragender), Dipl.-Ing. M. Kerkau, Dipl.-Ing. T.
Wasserbäch, Dr.-Ing. H.J. Neußer, Dr. Ing. h.c. F. Porsche
AG, Weissach: „Die neuen V8-Motoren für
den Porsche Cayenne“
Mit den vollständig neu konzipierten V8-Motoren für den
Porsche Cayenne ist es gelungen, die vielfältigen und anspruchsvollen
Anforderungen an ein modernes Motorkonzept für ein sportliches
Mehrzweckfahrzeug umzusetzen.
Die Werte wie hohe Motorleistung, Drehfreude und agiles Ansprechverhalten
in Kombination mit einem hohen Motordrehmoment bei niedrigen Drehzahlen
verhelfen dem Porsche Cayenne zu überlegenen Fahrleistungen im
Segment der sportlichen Mehrzweckfahrzeuge. Gleichzeitig unterstreichen
spezifische Kennwerte wie eine Leistung von 55,4kW/l beim V8-Saugmotor
und 73,4kW/l beim V8-Biturbomotor, ein herausragender Mitteldruck
von 11,4bar bei 2000min-1 beim V8-Saugmotor und Kraftstoffverbräuche
von 359g/kWh (Saugmotor) bzw. 375g/kWh (Biturbomotor) bei n = 2.000min-1
und pme = 2bar das gelungene Gesamtkonzept der neuen V8-Motoren.
Darüber hinaus zeichnen sich die Motoren durch Geländetauglichkeit
aus, die es ermöglicht Steigungen, Gefälle und Seitenneigungen
von bis zu 45° bewältigen zu können. |
|
Dr.-Ing.
Karl-Heinz Neumann, Dipl.-Ing. Andreas Kurowski (Vortragender), Bugatti
Engineering GmbH, Wolfsburg: “Der Hochleistungsmotor
des Bugatti Veyron 16.4“
Mit der Marke Bugatti erwacht ein bedeutender Traditionsname unter
den Automobilherstellern zu neuem Leben.
Das Highlight des Fahrzeugs aus technischer Sicht ist der Antrieb:
In Anlehnung an die vor mehr als 70 Jahren erstmals verwirklichte
16-Zylinder-Idee kommt als adäquates, innovatives Antriebskonzept
ein vollständig neu entwickelter 8,0 Liter-16-Zylinder-Mittelmotor
mit einer Leistung von 736 kW/1001 PS zum Einsatz.
Der Beitrag beschreibt das unter Berücksichtigung der vorgestellten
Rahmenbedingungen gewählte Motorkonzept. Durch Wahl der W-Bauform
als außergewöhnlich kompakt bauende Basiskonstruktion konnte
trotz der fahrzeugseitig vorgegebenen begrenzten Einbauverhältnisse
ein aufgeladenes Aggregat mit vier Abgasturboladern und effektiver
Ladeluftkühlung realisiert werden. Neben dem Rumpfmotorenaufbau
und dem komplexen, hochbelasteten Kurbeltrieb wurden Besonderheiten
des Ölkreislaufsystems mit seiner innovativen Schachtölpumpe
detailliert dargestellt.
Um die hochgesteckten Ziele im Hinblick auf eine verzögerungsfreie
Leistungsentfaltung erfüllen zu können, fand das Aufladungskonzept
besondere Beachtung. Dessen spezifische Anordnungssystematik und thermodynamische
Auslegung wurde ausführlich beschrieben. |
8
Sektion: Diesel-Abgas-Nachbehandlung 2
Dr.-Ing.
Paul C. Spurk (Vortragender), Dr. Marcus Pfeifer, Dr. Barry van Setten;
OMG AG & Co KG, Hanau; Prof. Dr.-Ing. Günther Hohenberg,
Dipl.-Ing. Christof Gietzelt; Technische Universität Darmstadt:
„Untersuchung von motorseitigen Regenerationsmethoden
für katalytisch beschichtete Diesel-Partikelfilter für den
Einsatz im Nutzfahrzeug“
Der Beitrag befasste sich neben den Untersuchungen zum katalytisch
beschichteten Partikelfilter auch mit Maßnahmen, mit denen motorisch
die Abgastemperatur zur Einleitung einer Regeneration erhöht
werden kann.
Zur Beurteilung des katalytisch beschichteten Partikelfilters wurde
der bekannte Balance Temperature Test durchgeführt sowie die
Abbrandgeschwindigkeit im Filter bestimmt.
Die motorischen Maßnahmen zur Erhöhung der Abgastemperatur
umfassten die Applikation einer Regelung am Nutzfahrzeugdieselmotor
sowie einer Drosselung der Ansaugluft.
Um das Verhalten des Partikelfilters unter realistischeren Bedingungen
zu untersuchen, wurde ein dynamischer Testzyklus entwickelt, mit dem
die Effektivität der eingesetzten motorischen Maßnahmen
und das Verhalten der untersuchten Partikelfilter beurteilt werden
konnte.
Die erzielten Ergebnisse zeigen, dass mit optimierten katalytischen
Beschichtungen in Kombination mit motorischen Maßnahmen das
Betriebsfenster von Filtersystemen erweitert werden kann. Dadurch
wird die Regeneration beladener Partikelfilter auch bei niedrigen
Betriebstemperaturen ermöglicht. |
|
Dipl.-Ing.
T. Colliou (Vortragender), Dr. J. Lavy, Dr. B. Martin, Dr. J.B. Dementhon,
IFP, Lyon ;
Dipl.-Ing. G. Pichon, Dipl.-Ing. K. Chandes, Dipl.-Ing. L. Pierron,
RENAULT TRUCKS., St Priest: „Verbindung
eines NOx-Speicherkatalysators mit einem Diesel Partikel Filter zur
Emissions-Reduzierung an einem 6 Zylinder Nfz Motor“
Die Arbeit wurde an einem 6 Zylinder RENAULT TRUCKS Motor durchgeführt.
Die ersten Untersuchungen wurden mit nur einem NOx-Speicherkatalysator
durchgeführt, um die Adsorbtion und Desorbtion zu bewerten und
hinsichtlich NOx-Konvertierungs-Wirkungsgrad und Treibstoffverbrauch
zu optimieren. Das Niveau des Gemischverhältnis, welches die
Dauer und den Wirkungsgrad der Regenerationsphase, der Verbrauchsanstieg
und die Temperaturhöhe des NOx-Speicher Katalysators beeinflusst,
zeigte sich als Hauptparameter. Die Ergebnisse bestätigten, dass
eine Regeneration unter hohem Gemischverhältnis die besten Resultate
erbrachte.
Die Notwendigkeit, sei es auch nur kurz auf fetten Betrieb umzustellen,
führt zu einem Anstieg der Partikelemission und somit zum Einsatz
eines DPF´s. Im zweiten Teil der Arbeit wurden die verschiedenen
Möglichkeiten der Positionierung der Abgasnachbehandlungssysteme
(NOx -Speicherkatalysators und des katalytischen DPF´s) untersucht
und bewertet. Der Einbau des NOx-Speicherkatalysators oberhalb des
CDPF erlaubt den besten Kompromiss zwischen NOx-Effizienz und Treibstoffverbrauch,
da diese Konfiguration das Entweichen von NOx aus dem Speicherkatalysator
verringert (Reaktion mit den mitgeführten Reduziermitteln innerhalb
vom CDPF) und somit die angefetteten Impulse nicht stört.
Zur Erreichung von NOx-Emissionen unter EURO V Grenze, sind häufigere
NOx-Speicherkatalysator-Regenerationen notwendig, welche aber gleichzeitig
den CRT Effekt herabsetzen. Deshalb sind für diese Einsatzbedingungen
spezielle DPF Regenerations-Strategien erforderlich. |
|
A.
Shoji (Vortragender), S. Kamoshita, T. Watanabe, T. Tanaka; TOYOTA
MOTOR CORPORATION, Sizuoka Japan M. Yabe; HINO MOTORS LTD, Tokyo Japan:
„Entwicklung in Richtung Serienproduktion
eines DI-Dieselmotors für leichte NFZ mit gleichzeitiger Verminderung
von NOx und PM“
TOYOTA hat das System der gleichzeitigen Reduktion von NOx und PM
zum Einbau in Kleinlastkraftwagen entwickelt. Das System ist auf einem
mit Ladeluftkühler ausgestatteten Turbo-Direkteinspritzmotor
aufgebaut. Die betreffende Technologie beinhaltet im Wesentlichen
das System der Dieselpartikel- und NOx-Reduktion (Diesel Particulate
and NOx Reduction/DPNR), das System der Common-Rail-Einspritzung,
ein vollelektronisches AGR-System, einen AGR-Hochleistungskühler
als auch ein Einspritzventil im Abgassystem, um den DPNR-Katalysator
mit angereichertem Abgas zu versorgen.
Der DPNR-Katalysator, der NOx speichert und reduziert, erleidet nach
hoher Kilometerleistung einen funktionalen Qualitätsverlust.
Dieser Umstand stellt eine kritische Frage bei der Anwendung von DPNR
in Kleinlastkraftwagen dar. Im Rahmen der Untersuchung dieses Problems
wurden ausgedehnte Dauerhaftigkeitstests durchgeführt.
Die Fähigkeit von DPNR zur Reduktion von NOx betrug in der Anfangsphase
85% und fiel im Verlauf des Dauerhaltbarkeitstests auf 50% herab.
Selbst dieses Niveau der NOx-Reduktionsfähigkeit zeigt jedoch
ausreichendes Potential zur Erfüllung zukünftiger Emissionsstandards
- wie z.B. der neuen langfristigen Gesetzgebung Japans. |
9
Buchpräsentation
 |
Nach
den Vorträgen des ersten Tages präsentierten die Robert
Bosch GmbH und der Vieweg-Verlag neben der 2.Auflage von „Ottomotor-Management“
das Kraftfahrtechnische Taschenbuch – interaktiv.
Diese Neuerung wird sicher viel Anklang finden!
Bild 13: |
10
Sektion: Dieselruß: Struktur, Bewertung, Gefährdung
Dr.
Norbert Metz, BMW Group, München: „Bewertungskriterien
für die Wirkung von Dieselruß“
Die Wirkmechanismen nach einer Exposition mit Dieselpartikeln sind
auch heute noch nicht voll verstanden. Anhand der Parameter „Masse,
Größenverteilung, Anzahl, Ultrafeinpartikel, Oberfläche,
chemische Zusammensetzung, Morphologie“ wird versucht die maßgeblichen
wahrscheinlichen Kriterien einzugrenzen, die für die Wirkung
eine wesentliche Rolle spielen können. Emissionen von Pkw und
Nfz wurden hinsichtlich der o.g. Parameter aufgezeigt und mögliche
Wirkmechanismen diskutiert.
Neben der Größe, der in der Lunge verbleibenden Menge,
und der chemischen Zusammensetzung von am Russ angelagerten organischen
Stoffen, dem hydrophoben bzw. hydrophilen Charakter wurde auch auf
die Rolle der Oberfläche eingegangen. Bei dem komplexen Zusammenspiel
all der Parameter kann die Wirkung nicht mit einem Parameter allein
charakterisiert werden. Vielmehr ist die Kenntnis aller Parameter
notwendig, um die Wirkungsmechanismen zu verstehen und geeignete Maßnahmen
zur Verbesserung abzuleiten.
Für Zulassungen ist die weitere Anwendung der gravimetrischen
Massenbestimmung bei Kenntnis aller Parameter und ihrer Abhängigkeiten
voneinander das effizienteste Verfahren. |
|
Dr. E.
Jacob (Vortragender), Dipl.-Chem. D. Rothe MAN Nutzfahrzeuge AG, GB
Motoren, Nürnberg; Prof. Dr. R. Schlögl, Dr. D. S. Su, Dipl.-Phys.
J.-O. Müller Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft,
AC, Berlin; Prof. Dr. R. Nießner, C. Adelhelm, Dipl.-Ing. A.
Messerer M.Sc., Dr. U. Pöschl IWC, Aerosolforschungsgruppe, Technische
Universität München; Prof. Dr. K. Müllen, Dipl.-Chem.
C. Simpson, Dipl.-Chem. Z. Tomovic Max-Planck-Institut für Polymerforschung,
Mainz: „Dieselruß: Mikrostruktur
und Oxidationskinetik“
Die massenbezogene Verminderung der Rußemission ist auf die
Reduzierung der Anzahl der Aggregatpartikel zurückzuführen,
wobei auch die der feineren Rußpartikel <50nm deutlich zurückgeht.
Da dies im Sinne weiterer innermotorischer Rußverminderung einer
Aufklärung bedarf, wurden Rußpartikel aus Nfz-Motoren neuester
Bauart hinsichtlich Mikrostrukturen und Bindungsverhältnissen
mittels TEM, HRTEM und EELS untersucht. Hierbei werden bei Dieselruß
bisher unbekannte Primärpartikel (Größenbereich 10-20nm)
mit einer deformiert fullerenähnlichen Struktur beobachtet. Neben
diesem unregelmäßig geformten, fullerenartigen Ruß
finden sich in geringerer Anzahl größere, rundliche Primärpartikel
mit bekannter Kern-Graphenschalen-Struktur. Die kleineren, fullerenartigen
Primärpartikel besitzen eine ausgeprägte Koagulationsneigung
und sind damit stets Bausteine eines größeren Rußaggregates.
Die Oberflächen der Rußpartikel sind selbst bei Schwarzrauchruß
(Graphentyp) weitgehend mit sauerstofffunktionellen Gruppen belegt
und damit hydrophil.
Ein Modellaerosol zur Simulation des Verhaltens von Rußprimärpartikeln
vom Graphentyp wird durch Verdampfung von Hexabenzocoronen hergestellt.
Die durch SMPS-Messungen bestimmte Partikelgröße überdeckt
den Bereich der Primärpartikel. Bausteine von Primärpartikeln
im Größenbereich 2nm werden massenspektrometrisch detektiert.
Das bisher größte gefundene Teilchen ist (C96H30)6 mit
der Masse 7098 µ.
Es wurden Beziehungen zwischen der Mikrostruktur der Rußpartikel
und der chemischen Reaktivität gegenüber Stickstoffdioxid,
NO2, durch kinetische Messungen hergestellt. Die gewonnenen Erkenntnisse
sind wertvolle Grundlagen für die weitere Minimierung der Dieselrußemission
bei der motorischen Verbrennung und zur Aktivitätssteigerung
bei Abgasnachbehandlung mit filterlosen PM-KAT?- und GD-KAT-Systemen.
Die Bildung von fullerenartigem Ruß als Produkt einer instationären
Hochdruckverbrennung im Dieselmotor war unerwartet, da diese Rußart
bisher nur bei vorgemischten, stationären Flammen unter speziellen
Bedingungen beobachtet wurden. |
|
Prof.
Dr. med. Joachim Bruch1,2(Vortragender); Dr. B. Rehn 2; Frank Seiler
2,3 Institut für Hygiene und Arbeitsmedizin 1, Universitätsklinikum
Essen, IBE 2 Marl i. W., Squarix 3 Marl i. W.: „Krebsgefährdung
durch Dieselmotoren? Neue toxikologische Verfahren zur Bewertung des
Risikos von Dieselpartikel“
In der hygienischen Bewertung von Dieselpartikeln haben unterschiedliche
Erfahrungsebenen zur Einschätzung eines Krebsrisikos von Dieselruß
geführt, so der Gehalt an PAH und anderen organischen Substanzen,
die sowohl toxikologisch wie auch beim Menschen (Kokereiarbeiter)
krebserzeugend sind. Der Partikelcharakter erwies sich im Rattenmodell
als die führende Krebsursache. Schließlich gibt es Erfahrungen
an Dieselruß exponierten Kohorten, die als Hinweise oder Beweise
einer Krebswirkung betrachtet werden.
Eine vom Bundesumweltamt Berlin veranlasste Risikoabschätzung
der durch Dieselruß verursachten Krebse des Atemtraktes in der
Bevölkerung basiert auf einer Extrapolation der Partikelwirkung
in der Ratte, wobei ein lineares, stochastisches Risikomodell angewendet
wurde. Als kritisch wird auch die Feinheit der Dieselrussteilchen
(Ultrafeinpartikel) in modernen Motoren erachtet; hierbei ist aus
toxikologischer Sicht sorgfältig zwischen vereinzelten Ultrafeinteilchen
und aggregierten Teilchen zu unterscheiden.
Eine quantitative Risikoabschätzung für den Menschen muss
den tatsächlichen sehr niedrigen Expositionsbereich in der Umwelt
in Verbindung mit der dem Dieselruß eigentümlichen Wirkungsart
bewerten. Die toxikologische Prüfung sollte zum einen die zum
potentiellen Tumorrisiko führenden Mechanismen (Erkrankungspfad)
identifizieren und im weiteren die für die Manifestation kritischen
Schritte quantifizieren.
Zusammenfassend zeigte diese Sektion deutlich die ungeheure Komplexität
dieses Gebietes. Vorschnelle Schlüsse über Schädlichkeit
aber auch Unschädlichkeit von Dieselruß im praktischen
Leben erscheinen verfrüht, jedoch zeigt sich, dass die Motorentwicklung
auf dem richtigen, erfolgversprechenden Weg ist. |
11
Sektion: Neuer NFZ-Motor / Einspritzung
Dr.-Ing.
Gian Maria Olivetti, Dr.-Ing. Giovanni Bodritti, Dipl.-Ing. Walter
Knecht (Vortragender), IVECO SpA: „Ein
neuer schnelllaufender IVECO Dieselmotor“
Seit 1984 produziert IVECO erfolgreich kleine, schnelllaufende Dieselmotoren
mit direkter Einspritzung. Im Zusammenhang mit der Erneuerung der
IVECO Dieselmotoren wurde ein neuer schnelllaufender Dieselmotor mit
2,3 l Zylinderinhalt in Produktion eingeführt. Dieser aufgeladene,
ladeluftgekühlte Dieselmotor ist mit einem Common Rail-Einspritzsystem
ausgerüstet.
Der neu vorgestellte 4-Zylinder Motor ist für Nennleistungen
bis 100 kW und speziell für Anwendungen in kleinen Nutzfahrzeugen
ausgelegt worden. Er wird sowohl in Fahrzeugen unter als auch über
3500 kg Gesamtgewicht zur Anwendung gelangen. Die Konstruktion und
die Leistungswerte wurden erläutert. Zudem wurden mögliche
Lösungen für die zukünftigen Emissionsgrenzwerte dargelegt.
|
|
Dipl.-Ing.
Hellmut Freudenberg; Dipl.-Ing. Wendelin Klügl, Dr.-Ing. Willibald
Schürz (Vortragender); Dipl.-Ing. Johann Warga Siemens VDO Automotive
AG: „PCR3, das Piezo Common Rail System
der 3. Generation von SiemensVDO, die innovative Weiterentwicklung
des seit 2000 in Serie produzierten PCR2-Systems.“
Das Piezo Common Rail System der 2. Generation (PCR2) ist seit 09/2000
erfolgreich in Serie. Derzeit werden bereits > 2.000.000 Piezo-Injektoren
pro Jahr produziert und die Stückzahl wird noch deutlich steigen.
Der Fokus bei der Weiterentwicklung des PCR3-Systems richtet sich
auf Steigerung des Einspritzdruckes auf 1800bar (Potential für
2000bar), Reduzierung der Injektorleckage und damit Steigerung des
Wirkungsgrades, Darstellung steiler Einspritzratenverläufe zur
Ausnutzung des Potentials der Mehrfacheinspritzung, stabile und kleine
Piloteinspritzmenge zusammen mit zylinderselektiver Einspritzmengenadaption
zur Sicherstellung der Abgasgrenzwerte über der Lebensdauer und
auf ein optimiertes Design von Injektor und Pumpe für geringsten
Bauraumbedarf am Motor.
Das Piezo Common Rail System der 3. Generation (PCR3) hat auf Grund
der grossen Anzahl von Freiheitsgraden und der vorhandenen Entwicklungspotentiale
grosse Reserven zur Erfüllung zukünftiger Anforderungen. |
|
E.Matsumura,
.Tomoda (Vortragender), K.Takeda, S.Furuno, TOYOTA MOTOR CO.,Japan;
Prof.Dr.J.Senda Doshisha Univ.,Japan: „Visualisierung
des Kraftstoffflusses in der geschlitzten Einspritzdüse eines
Benzin-Direkteinspritzmotors“
Bei Ottomotoren mit Direkteinspritzung und Fremdzündung erfolgt
die Einspritzung als fächerförmiger, fein verteilter, hochdurchdringender
und fein zerstäubter Strahl, der durch eine Schlitz-Einspritsdüse
erzeugt wird. Er bildet eine geschichtete Gemischwolke, ohne auf eine
starke Bewegung der Ansaugluft angewiesen zu sein.
Um den Kraftstoffverbrauch im aktuellen Straßenverkehr weiter
zu senken, muss der Bereich der Verbrennung mit Schichtladung im Drehmoment/Drehzahl-Kennfeld
vergrößert werden, indem man die Eigenschaft des Strahles
verbessert. Da der Fluß des Kraftstoffs innerhalb der Einspritzdüse
einen starken Einfluss auf das Spritzbild hat, wird der Kraftstofffluss
innerhalb der Düse durch eine Sichtanalyse verdeutlicht, bei
der eine vergrößerte Einspritzdüse aus Acrylglas mit
zehnfacher Vergrößerung zum Einsatz kommt. Dabei wird festgestellt,
dass im Sackraum häufig Verwirbelungen auftreten. Der Einfluss
auf die Eigenschaft des Strahles entspricht der Größe der
Verwirbelung.
Die Verbrennung von geschichteter Ladung kann durch eine Reduzierung
der Verwirbelungen und damit einhergehender Optimierung der Eigenschaft
des Strahles verbessert werden. |
12
Sektion: Zündung Otto-DI
Dipl.-Ing.
Jürgen Gerhardt (Vortragender), Dr.-Ing. Uwe Kassner, Dipl.-Ing.
André C. Kulzer, Dr.-Ing. Udo Sieber, Robert Bosch GmbH, Stuttgart:
„Der Ottomotor mit Direkteinspritzung
und Direktstart – Möglichkeiten und Grenzen“
Der Vortrag beschreibt einen unkonventionellen Ansatz zur Verbrauchseinsparung
bei Motoren mit Direkteinspritzung: den Motorstart ohne Fremdenergie,
sondern allein aus Einspritzung und Zündung. Ziel ist es dabei,
einen komfortablen Start-Stopp-Betrieb zu ermöglichen. Es wird
aufgezeigt, wie ein Ottomotor mit Direkteinspritzung ohne Zuhilfenahme
des Anlassers, unabhängig vom gewählten Brennverfahren,
gestartet werden kann.
Die Erfahrungen aus einer zweijährigen Studie bei Bosch werden
beschrieben. Dabei werden die Möglichkeiten des Verfahrens ausgelotet,
um Verbrauch und Emissionen des direkteinspritzenden Ottomotors weiter
zu verbessern. Abgeleitet aus den identifizierten Grenzen des Verfahrens
werden mögliche Einsatzfälle, wie z.B. ein Start-Stopp-Betrieb,
beschrieben. |
|
Dr. techn.
Walter F. Piock, Dipl.-Ing. Alois Fürhapter, Dr. techn. Eduard
Unger, Dr. techn. Günter K. Fraidl (Vortragender); AVL List GmbH,
Graz: „Die praktische Umsetzung der Selbstzündung
am Ottomotor“
Das Selbstzündungsverfahren AVL-CSI wurde auf minimale Hardwareänderungen
gegenüber bestehenden Motoren, Serienübertragbarkeit und
Kosteneffizienz hin entwickelt. Dies wird vor allen durch eine Auslegungsphilosophie
gewährleistet, bei der die für den Selbstzündungsbereich
erforderlichen Zusatzkomponenten auch im fremdgezündeten Betriebsbereich
zu Verbrauchsverbesserungen führen. Die für homogene Selbstzündung
charakteristische Sensibilität gegenüber Produktions- und
Betriebstoleranzen wurde durch eine zylinder- und zyklenselektive
Steuerung und Regelung entschärft.
Das CSI-System verringert unter weitgehender Beibehaltung der Verbrauchsvorteile
des ungedrosselten Magerbetriebes durch Teilvariabilitäten im
Ventiltrieb sowie eine zylinderdruckgeführte Motorsteuerung die
NOx-Rohemissionen nachhaltig. Damit erscheinen künftige Emissionsgrenzwerte
auch ohne DENOx-Katalysator darstellbar. Allerdings würde das
Verbrauchspotential der Selbstzündung alleine den erforderlichen
Mehraufwand nur schwer rechtfertigen.
Da jedoch mit den CSI-Systemkomponenten auch im fremdgezündeten
Betrieb deutliche Verbrauchsverbesserungen erzielt werden, ergibt
sich ein äußerst attraktives Gesamtsystem bei dem die Selbstzündung
nur einen Teilbereich darstellt. |
|
Univ.-Prof.
Dr. B. Geringer (Vortragender), Dipl.-Ing. J. Graf, Dr. D. Klawatsch,
Univ.-Prof. Dr. H.P. Lenz; Institut für Verbrennungskraftmaschinen
und Kfz-Bau, Technische Universität Wien; Dr. G. Liedl, Univ.-Prof.
Dr. D. Schuöcker, Institut für Spanlose Fertigung und Hochleistungslasertechnik,
Technische Universität Wien; Dr. W.F. Piock, Dr. M. Jetzinger,
Dr. P. Kapus, AVL List GmbH, Graz: „Laserinduzierte
Zündung an einem Otto-DI-Brennverfahren der zweiten Generation“
Otto-DI-Brennverfahren der zweiten Generation besitzen aufgrund ihrer
günstigen thermodynamischen Prozessführung momentan das
größte Potenzial zur Verbrauchsreduktion im Segment Ottomotoren.
Demgegenüber ergeben sich bei diesen Brennverfahren mit konventioneller
Funkenzündung Einschränkungen hinsichtlich der Lage des
optimalen Zündortes und außerdem Probleme durch Zündkerzenverschleiß.
Die Technologiekombination - strahlgeführtes Brennverfahren und
laserinduzierte Zündung - ermöglicht eine freie Wahl des
Zündortes, eine direkte Zündung im Kraftstoffstrahl, und
somit eine sichere und verschleißfreie Verbrennungseinleitung.
In diesem Beitrag wurden die Grundlagen der Laserzündung aufgezeigt
und ihr Potenzial im Vergleich zu einem konventionellen Zündsystem
präsentiert. Außerdem wurden Untersuchungen hinsichtlich
der minimal erforderlichen Laserenergie und das Verschmutzungs- und
Verschleißverhalten der Einkoppelungsoptik aufgezeigt. |
13
Sektion: Variable Ventilsteuerung
Dipl.-Ing.K.Wunderlich,
Dipl.-Ing.Ch.Enderle (Vortragender), Dr.-Ing.U.Keller, Dipl.-Ing.Th.Kaufmann,
DaimlerChrysler AG, Stuttgart: „Die elektromagnetische
Ventilsteuerung (EVC) als kraftstoffverbrauchs-reduzierende Zukunftstechnologie
im Spannungsfeld Variabilität, Komplexität und Kosten“:
Die elektromagnetische Ventilsteuerung als kraftstoffverbrauchsreduzierende
Technologie steht in Konkurrenz zu der bereits am Markt eingeführten
Direkteinspritztechnologie, die jedoch ausgeführt als Schichtladekonzept
unter Berücksichtigung der Kraftstoffverfügbarkeit und der
Erfüllung der emissionsseitigen Grenzwerte nicht alle Märkte
erschließen wird. In einer intensiven Konzeptphase mit dem Ziel
die Serienmachbarkeit der elektromagnetischen Ventilsteuerung als
Welt-Technologie zu prüfen ist DaimlerChrysler eigene Wege gegangen.
Im Vergleich zu konkurrierenden Systemen wurden dabei grundlegende
Änderungen am Gesamtsystem durchgeführt um bzgl. Wartungsfreiheit,
Betriebssicherheit und Energieaufnahme einem konventionellen, nockengesteuerten
System ebenbürtig zu sein.
Der Vortrag stellte die Änderungen und deren Auswirkungen auf
das Gesamtsystem im einzelnen dar. Im weiteren Verlauf werden die
erreichten Versuchsergebnisse und Potenziale dargestellt, aber auch
die Risiken der Technologie zum gegenwärtigen Zeitpunkt diskutiert
und bewertet. |
|
Karsten
Mischker (Vortragender), Robert Bosch GmbH, Stuttgart; Dirk Denger,
AVL List GmbH, Graz: „Anforderungen an
einen vollvariablen Ventiltrieb und Realisierung durch die elektrohydraulische
Ventilsteuerung EHVS“
Für die vollständige Kontrolle der Verbrennung eines Motors
müssen die drei wesentlichen Pfade: Ladungswechsel, Gemischaufbereitung
und Zündung für jeden Zylinder, Zyklus für Zyklus vollkommen
flexibel gesteuert oder geregelt werden können. Mit Hilfe der
elektronischen Einspritzung und Zündung ist dies seit vielen
Jahren bei zweien davon Realität, der Ladungswechsel erfolgt
jedoch noch immer mechanisch gekoppelt mit der Kurbelwelle.
Es wurden die Konzeption, die Realisierung sowie erste Messungen eines
vollvariablen, elektrohydraulischen Systems zur Steuerung des Ladungswechsels
von Verbrennungsmotoren beschrieben. Ziel ist ein bei allen Motortypen
(Otto, Diesel, NKW-Diesel) und unter allen Motorkonfigurationen (auch
Aufladung und Direkteinspritzung) einsetzbares Ladungswechsel-Steuerungssystem,
das auch alternative Verbrennungskonzepte (HCCI) ermöglicht.
Dieses System, die ‚Elektrohydraulische Ventilsteuerung - EHVS‘,
besteht aus je einem hydraulischen Steller für jedes Gaswechselventil
des Motors, einem Hydraulikkreislauf einschließlich Hochdruckpumpe
als Teil des Motorölkreislaufes und einem Steuergerät.
Erste Messungen zeigen, dass ein mit EHVS ausgerüsteter 4-Zylinder-Motor,
der bereits unter Berücksichtigung der Möglichkeiten der
EHVS konzipiert ist, auch gegenüber modernsten Vergleichsmotoren
hohes Potenzial sowohl beim Kraftstoffverbrauch als auch in der Performance
und den Emissionen bietet. |
|
Mike
Bassett, Richard Pearson (vortragender), Jamie Turner (Vortragender),
Lotus Engineering, UK: „Variable Zündfolge,
ermöglicht durch einen komplett variablen Ventiltrieb“
Elektrohydraulische und -magnetische Ventiltriebe für Viertaktmotoren,
die eine weit grössere Flexibilität und Kontrolle der Ventilbewegungen
erlauben, befinden sich derzeit in der Entwicklung. In der hier vorgestellten
Studie, wurde ein Simulationsprogramm benutzt, um die Möglichkeiten
eines komplett variablen Ventiltriebs (FVVT) zur Leistungssteigerung
zu untersuchen.
Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen, dass ein FVVT-System genügend
Potential hinsichtlich der Ventilöffnungszeiten und -längen
bietet, um hohe Spitzenleistungen zu erreichen, und dabei auch im
unteren und mittleren Drehzahlbereich ein hohes Drehmoment zu produzieren.
Weiterhin zeigt die Studie, dass es möglich ist, die Zündfolge
und somit das Einströmverhalten des Gemisches zu ändern,
ohne dass hierzu variable Einlassgeometrien benötigt werden. |
14
Sektion: Neue und zukünftige Motoren
Dipl.
Ing. Klaus Borgmann (Vortragender), Dipl. Ing. Johannes Liebl, Dipl.
Ing. Reinhard Hofmann Dipl. Ing. Christoph Schausberger; BMW Group,
München: „Der neue BMW 12- Zylindermotor“
BMW hat im Rahmen der Erneuerung seines gesamten Ottomotoren- Programms
nach den Reihen- 4- Zylinder- und den V8- Motoren als Krönung
einen komplett neuen 12- Zylindermotor für den Einsatz im Fahrzeug
760i entwickelt. Der Motor hat 6 Liter Hubraum und ist in der klassischen,
kompromisslosen Bauweise mit 60o V-Winkel konstruiert. Er vereint
weltweit erstmalig eine vollvariable Ventilsteuerung mit der Benzin-
Direkteinspritzung. Die von den 4- u. 8- Zylindermotoren bekannte
BMW VALVETRONIC übernimmt die drosselarme und damit verbrauchssenkende
Teillaststeuerung.
Die Benzin- Direkteinspritzung für Homogenbetrieb steigert dank
der Vorteile der inneren Gemischbildung das Leistungsverhalten spürbar,
erlaubt erstmals den weltweiten Einsatz der Direkteinspritzung ohne
Rücksicht auf Kraftstoffqualitäten und erfüllt die
schärfsten Abgasgesetze.
Die Kombination dieser beiden innovativen Technologien macht den neuen
Motor zum leistungsstärksten und gleichzeitig zum verbrauchsgünstigsten
V12- Saugmotor in der Luxus- Fahrzeugklasse. |
|
Dipl.-Ing.
K. Fröhlich (Vortragender), Dipl.-Ing. K. Borgmann, Dipl.-Ing.
J. Liebl, BMW Group, München: „Potenziale
zukünftiger Verbrauchstechnologien“
Mit dem aktuellen Stand der Technik – reduzierter Reibung zum
Beispiel mittels Rollenschlepp-Hebelventiltrieb, verkürztem Warmlauf
und Katheizen sowie bei BMW der weitgehenden Vermeidung von Ladungswechselverlusten
durch die VALVETRONIC – sind die Verbrauchspotenziale des Ottomotors
für stöchiometrisches Gemisch weitestgehend ausgeschöpft.
Die Nutzung der veränderten Stoffwerte bei magerer geschichteter
Verbrennung über in Serie befindlichen Direkteinspritzungsbrennverfahren
(wand- oder luftgeführt) hat bisher keine weiteren signifikanten
Verbrauchsreduzierungen ermöglicht.
Der Beitrag analysiere die Restriktionen dieser Konzepte und beschreibt
den sich daraus ergebenden Lösungsansatz eines bei BMW entwickelten
neuen Brennverfahrens (spray-geführt) sowohl bezüglich seines
Verbrauchspotenziales als auch der Herausforderungen zur Umsetzung
dieser Technologie in einer Fahrzeugapplikation.
Mit einem Leistungspotenzial von deutlich über 60 kW/Liter und
einer Verbrauchs-absenkung von mindestens 20% gegenüber einem
konventionellen Ottomotor wird die technische Umsetzbarkeit nachgewiesen.
Hohe Kosten und noch nicht gegebene Serienreife der Komponenten lassen
einen Serieneinsatz dieser Technologie frühestens ab 2006 –
vorrangig im Premiumsegment – erwarten. |

Bild
14: |
Dr.B.Göschel,
Bild 14, Mitglied des Vorstandes
BMW Group, München: „Wasserstoff
in Verbrennungsmotoren“
Die BMW Group favorisiert den Wasserstoff als den alternativen Energieträger
der Zukunft, da er keinen Kohlenstoff enthält und praktisch unbegrenzt
erzeugbar ist.
Bei den alternativen Antriebskonzepten hat die BMW Group einen Wasserstoff-Verbrennungsmotor
mit äußerer Gemischbildung entwickelt, der bivalent genutzt
werden kann. Dieser Motor basiert auf einem variablen Ventiltrieb,
der im gesamten Betriebsbereich mit Lambda = 1 gefahren werden kann.
So können die NOx-Emissionen im oberen Lastbereich mit der bewährten
Katalysatortechnologie höchst effizient reduziert werden. Als
Serienprodukt wird eine Variante des aktuellen 7ers mit diesem Wasserstoff-Verbrennungsmotor
produziert und in Kundenhand gegeben werden.
Die Forschungsaktivitäten der BMW Group gehen an die Grenzen
des Verbrennungsmotors mit Wasserstoff-Direkteinblasung hinsichtlich
Leistung, Wirkungsgrad und NOx-Emissionen. So liefert ein seit Mai
2002 geprüfter Einzylinder-Forschungsmotor einen sehr stabilen
Verbrennungsverlauf, bei dem in der Basisauslegung ohne Aufladung
ein indizierter Mitteldruck erreicht wird, der deutlich über
dem Vollastpunkt im Benzinbetrieb liegt.
Nach Betrachtung der Forschungsergebnisse lässt sich mit dem
H2-Direkteinblasungsverfahren eine ideale Kombination aus otto- und
dieselmotorischem Brennverfahren erzielen. |
15
Sektion: Neue Getriebe
|
Dipl.-Ing.(FH)
Bernhard Rastinger (Vortragender), Dipl.-Ing. Wolfgang Hall, Dipl.-Ing.
Gerhard Walter, Dipl.-Ing.(FH) Edmund Bauchrowitz, Dipl.-Ing.(FH)
Winfried Keller, Dipl.-Ing.(FH) Werner Kröger, BMW AG, München:
„Die neuen BMW Sechsgang-Handschaltgetriebe“
Die manuellen Schaltgetriebe in BMW-Automobilen bieten seit jeher
dem anspruchsvollen und sportlich orientierten Kundenstamm ein Optimum
an Funktionalität.
Hinsichtlich des Bedien- und Geräuschkomforts stellen diese Getriebe
seit ihrer erfolgreichen Einführung 1990, im Schwerpunkt als
Fünfgang-Schaltgetriebe, die Benchmark in ihrer Klasse dar.
Speziell im Hinblick auf die starke Zunahme der Drehmomente und Leistungen
bei Otto/Dieselmotoren und einhergehend mit zukunftsweisenden Antriebskonzepten
wurde die Entscheidung für die neuen 6-Gänger im Hause BMW
getroffen. Bei der Umsetzung der klaren Zielvorstellungen wurde Bewährtes
übernommen und neue Herausforderungen mittels zukunftsweisender
technischer Detaillösungen umgesetzt. |
|
Dipl.-Ing.K.Heber,
Dr.-Ing.R.Eberspächer (Vortragender), Dipl.-Ing.M.Kollender,
DaimlerChrysler AG,Stuttgart: „SEQUENTRONIC
– Das Sportschaltgetriebe von Mercedes-Benz“:
„Das automatisierte Schaltgetriebe von Mercedes-Benz "SEQUENTRONIC"
wurde im Jahre 2000 in den Markt eingeführt“.
Dieser Beitrag beschreibt wesentliche Weiterentwicklungen der "SEQUENTRONIC".
Neu gegenüber dem bisherigen Konzept, das auf dem 6-Gang-Schaltgetriebe
basiert, ist der Sportmodus mit einer sportlich ausgerichteten Bedienoberfläche.
Im Sportmodus werden insbesondere die Schaltzeiten verkürzt,
ohne jedoch auf ein gefordertes Maß an Komfort zu verzichten.
Die Zielgruppe sind Fahrer, die besonderen Wert auf Fahrdynamik und
auf sportliches Fahrempfinden legen und die die direkte Anbindung
des Motors an den Triebstrang über eine Trockenkupplung schätzen.
Neben der Erläuterung des Systemaufbaus und der Funktionsweise
der "SEQUENTRONIC" werden in diesem Beitrag Schaltabläufe
für Sport- und Komfortmodus anhand von gemessenen Fahrsituationen
gegenübergestellt und diskutiert. |
|
Dr.W.Reik
(Vortragender), Dr. Robert Fischer, Dr. Burkhard Pollak, Dipl.-Ing.
Georg Schneider, Dr. Reinhard Berger LuK GmbH & Co., Bühl:
„PSG – Das Automatikgetriebe der
Zukunft Doppelkupplungsgetriebe mit trockenen Kupplungen“
Auf Basis von Handschaltgetrieben wurde eine Familie automatisierter
Schaltgetriebe (XSG) vorgestellt. Im Mittelpunkt stand das Parallel-Schalt-Getriebe
PSG; darunter ist ein Doppelkupplungsgetriebe mit trockenen Kupplungen,
elektromotorischer Betätigung und vereinfachter Aktorik namens
Active Interlock zu verstehen. Es bietet durch Lastschaltungen höchsten
Komfort bei geringstem Verbrauch.
Die Verbrauchseigenschaften eines PSG wurden auf Basis von theoretischen
Abschätzungen, Messwerten und Simulationen hergeleitet. Gegenüber
einem herkömmlichen Automatikgetriebe können 15% Kraftstoff
eingespart werden. Vorteile durch die Verwendung trockener Kupplungen
werden anhand eines Vergleichs der Verlustquellen der verschiedenen
Systeme gezeigt. Die besseren Wirkungsgrade der XSGs führen bei
geringerem Verbrauch gleichzeitig zu verbessertem Beschleunigungsverhalten.
Zum Schluss wurde auf die Möglichkeit hingewiesen, ein PSG durch
Ergänzung einer Elektromaschine zu einem Mild-Hybrid zu erweitern.
Weiteres Einsparpotential ergibt sich dann durch Start-Stopp und Rekuperartion.
Mit der Integration des Klimakompressors kann einfach eine Stillstandsklimatisierung
realisiert werden. Auch eine Allradversion des PSG ist elegant darstellbar.
|
16
Plenar-Abschluß-Sektion: Zukunftsperspektiven

Bild15:
|
T.Tomita,
Bild 15, Mitglied des Vorstandes
Toyota Motor Corporation, Shizuoka: „Formel
1 – Ansporn zur Ideenvielfalt in der Motorenentwicklung“
Seit 1957 ist Toyota im Motorsportwettbewerb aktiv und ist 2002 zum
ersten Mal auch in der Formal 1 angetreten. Die technischen Herausforderungen
im Motorsport und in der Serienentwicklung sind ähnlich, wobei
das Formel-1-Projekt die Motoreningenieure bei der Entwicklung der
Serienprodukte inspiriert.
Der Verbrennungsmotor hat auch heute noch großes Potential zu
weiteren Verbesserungen. Wettbewerb, wie die Suche nach Leistung im
Motorsport, wird zur nächsten Revolution in der Motorentechnologie
führen.
Die dringendste und wichtigste AufgabensteIlung für die Automobilindustrie
im 21.Jahrhundert ist, zur Senkung der CO2-Emissionen beizutragen.
Hierzu wurden bereits bedeutende Wirkungsgradverbesserungen des Verbrennungsmotors
erreicht. Weiteres Potential kann von wichtigen Technologien wie Downsizing,
Aufladung und Hybridisierung erwartet werden. Synergieeffekte der
Kombination von Verbrennungsmotor und Hybrid erlauben signifikante
Verbesserungen im Wirkungsgrad und in der Fahrzeugleistung. |
R.Eckrodt,
President und CEO, K.U.Seidenfuss (Vortragender), Bild
16, Senior Executive Officer, Mitsubishi Motors Corporation, Tokyo:
„Chancen und Herausforderungsen der Allianz
zwischen Mitsubishi Motors und DaimlerChrysler AG“
Als derzeit viertgrösster japanischer Automobilhersteller geführt,
umfasst die Mitsubishi Motors Corporation die Entwicklung und Herstellung
von Small Cars, Full-Size Passenger Cars, Sport Utlity Vehicles (SUV)
und Vans. Die weltweite Präsenz des Unternehmens wird durch die
Beheimatung einer Vielzahl von Produktionsstätten auf allen fünf
Kontinenten manifestiert. Sowohl die Popularität als auch die
weitverbreitete Attraktivität der Marke "Mitsubishi Motors"
kann am Beispiel des U.S. amerikanischen Marktes verdeutlicht werden.
Hier verfügt die Mitsubishi Motors Corporation im Vergleich zu
allen importierten Automobilmarken über die jüngste Konsumentenschicht.
Trotz der Allianz mit der DaimlerChrysler AG bleibt festzustellen,
dass die Mitsubishi Motors Corporation ein traditionsreiches japanisches
Unternehmen ist. Im Jahre 1870 durch Yataro Iwasaki als Schifffahrtsunternehmen
gegründet, wurde im Jahre 1917 der erste in Serie gefertigte,
japanische Personenwagen produziert (Mitsubishi Model A). Nach einem
Spun Off der Mitsubishi Heavy Industries Automobilsparte erfolgte
im Jahre 1970 die Gründung der Mitsubishi Motors Corporation.
Im Jahre 2000 verkündeten die DaimlerChrysler AG und die Mitsubishi
Motors Corporation die Gründung einer Allianz, die heute sämtliche
Fahrzeugsegmente umfasst und durch einen 37,1 % Anteil der DaimlerChrysler
AG an der Mitsubishi Motors Corporation gefestigt ist. |

Bild16:
|

Bild17:
|
Dr.M.Winterkorn,
Bild 17, Vorsitzender des Vorstandes
AUDI AG, Ingolstadt: „Zukünftige
Perspektiven der Audi-Markengruppe“
Audi ist die Leitmarke innerhalb der sportlichen Markengruppe des
Volkswagen-Konzerns. Gemeinsames Band der drei Gruppenmitglieder Audi,
Seat und Lamborghini sind die Elemente Sport, Technik und Design.
Synergien werden vor allem in den Bereichen der Technischen Entwicklung
und des Design geschöpft, sind aber auch bei Produktion neuer
Modelle möglich.
Ziel der Markengruppe ist, sportliche Autofahrer vom Kompakt- bis
zum Supersportwagensegment anzusprechen. Intern geht es darum, die
Faktoren Qualität, Zuverlässigkeit, Flexibilität, Profitabilität
und Kundenorientierung zu erhöhen. Die Herausforderungen an die
Markenführung sind unterschiedlich gelagert: bei Seat geht es
darum, die Marke im Wettbewerbsvergleich höher zu positionieren
und vor allem die Faktoren Qualitätsempfinden und Emotionalität
zu steigern; bei Lamborghini muss der ungezähmte, wilde Produktcharakter
erhalten bleiben, während Zuverlässigkeit und Hochwertigkeit
nach oben geführt werden; Audi soll die Technologieführerschaft
übernehmen und noch sportlicher positioniert werden.
Einen großen Anteil an dieser Repositionierung haben betont
sportliche Konzeptstudien wie der „Pikes Peak quattro“
oder der „Nuvolari quattro“, aber auch Serienmodelle wie
A8, A3, S4 oder TT 3.2 quattro. Beim Antriebsstrang werden neuartige
Hochwirkungsgrad-Getriebe wie das neu entwickelte DSG künftig
eine wichtige Rolle einnehmen. Auf der Motorenseite wird das Turbo-FSI-Konzept
für Otto-Hochleistungsmotoren mit sehr gutem Emissionsverhalten
favorisiert. |
Tagungsbände
Die Vorträge
im vollen Wortlaut sind in den VDI-Fortschritt-Berichten,
Reihe 12, Nr. 539, Bd.1 und Bd.2 nebst Zusatzheften enthalten.
Diese Unterlagen sind beim Österreichischen Verein
für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK) erhältlich:
ÖVK, Elisabethstraße 26, A-1010 Wien,
Email: info@oevk.at
|
Einladung
Das 25. Internationale Wiener Motorensymposium findet
am 29. und 30. April 2004 in der Wiener Hofburg statt,
wozu schon heute herzlich eingeladen wird!
Wegen des zu erwartenden großen Andrangs wird eine rechtzeitige
Anmeldung nach Programmerstellung im Internet Ende Dezember 2003 empfohlen:
Österreichischer Verein für Kraftfahrzeugtechnik
(ÖVK),
Elisabethstraße 26, A-1010 Wien
Tel. +43/1/5852741-0
Fax + 43/1/5852741-99
Email: info@oevk.at
Internet: www.oevk.at
|
|