UMWELTZONEN - Sinnvoll oder nicht?

 

In Deutschland wurden in vielen Städten und Regionen Umweltzonen eingerichtet in die ältere Dieselfahrzeuge, mit ihren höheren Rußemissionen, nicht mehr einfahren dürfen, in Österreich wird derzeit über die Einführung solcher Zonen diskutiert.

Ziel dieser Maßnahmen ist durch die so verminderten Schadstoffemissionen zu einer besseren Luftqualität zu gelangen.

Tatsächlich emittieren Dieselfahrzeuge die über 10 Jahre alt sind mindestens vielfach höhere Mengen an Dieselpartikel als neue Fahrzeuge.

Die Luftqualität wird also besser, wenn diese Fahrzeuge nicht in die Umweltzonen hineindürfen. Allerdings wird auch ohne diese Maßnahme durch die – im Austausch gegen alte Fahrzeuge – neu in den Verkehr kommenden Fahrzeuge die Luftqualität von Jahr zu Jahr besser. So messen wir im Allgemeinen nur noch die Hälfte der Partikelemissionen als vor 10 Jahren und in weiteren 10 Jahren wird es nochmals nur noch die Hälfte gegenüber heute sein.

Daher stellt sich die Frage, ob wir gerade den einkommensschwachen Mitbürgern, die gezwungen sind diese älteren Fahrzeuge zu benutzen, verbieten sollen in die Umweltzonen einzufahren, wenn wir das Ziel besserer Luftqualität auch so in einigen Jahren erreichen?!

Ein weiterer Aspekt ist Österreich als Tourismusland. Sollen Touristen mit älteren Autos zum Umdrehen gezwungen werden?

Was ist Ihre Meinung?
   
 

Kommentare:
 
 
Datum: 19. Oktober 2009

Kommentar von:

Quissek F. zum Thema: Umweltzonen - sinnvoll oder nicht?
Die Umweltzonen sind an und für sich vernünftig.
Es müssen jedoch Ausnahmen für alle Urlauber erlassen werden.
   
 
 
Datum: 20. Oktober 2009

Kommentar von:

Aibel H. zum Thema: Umweltzonen - sinnvoll oder nicht?
Die "Deutschen" sind ja bekanntermaßen Weltmeister im Verbieten und Vorschriften erlassen - und nun das! Wer soll das überwachen? In dem Zusammenhang: wie wird denn das (völlig zu Recht) verbotene telephonieren während der Fahrt überwacht oder geahndet?

Ich halte daher nichts von den Umweltzonen. Der Aufwand rechtfertigt keinesfalls die Wirkung. Und nach 10 Jahren, in denen jede Menge Steuern und Abgaben vom Staat kassiert wurden,
zu sagen: "Aber jetzt darfst du dort nicht hinein", ist mehr als nur unsozial. Oder gibt's dann
eine weitere Verschrottungsprämie?

Aber vielleicht möchten sich wieder einmal Politiker profilieren. Und nach einer allgemein bekannten Tatsache haben Politiker ja ein Glück, daß es noch Dümmere gibt als sie: Journalisten, die das, was sie verbal absondern, auch noch nachbeten.

   
 
 
Datum: 21. Oktober 2009

Kommentar von:

Thierer A. zum Thema: Umweltzonen - sinnvoll oder nicht?

Nachdem jahrzehntelang gekämpft wurde um alte Grenzen und Schranken abzubauen, baut man gleich wieder neue auf. Nicht jeder kann sich ein Elektroauto zusätzlich leisten. Außerdem siehe Parkpickerllösung in Wien, hat es das Problem von zu wenig Parkplätzen gelöst? "NEIN" - nur in andere Bezirke verschoben. Mit den Umweltzonen ist es das Gleiche, das Problem wird nicht gelöst, aber wo anders hin verschoben.

   
 
 
Datum: 21. November 2009

Kommentar von:

Andetsberger H. zum Thema: Umweltzonen - sinnvoll oder nicht?

Ob Umweltzonen sinnvoll sind oder nicht ist tatsächlich ein diskussionswürdiges Thema. Die in Deutschland eingeführten Umweltzonen brachten keineswegs den erwarteten Erfolg, siehe Stuttgart, München, et cetera.
Aus Gründen der bedenklichen Atemluftqualität möchte ich keinesfalls vom 6. Wiener Gemeindebezirk über die Hadikgasse im 14. Bezirk mit dem Fahrrad nach Purkersdorf unterwegs sein. Und so weiter und so fort!

Dass unsere Atemluft mit gesundheitsschädlichen giftigen Stoffen belastet ist, bleibt unbestritten. Und das nicht "eh nur ein bisschen"! Siehe Peking, Shanghai, L.A., London oder sonst wo weltweit oder bei uns in Europa.
Aber wer oder was trägt die Hauptschuld an diesem nicht mehr haltbaren Zustand? Wollen wir der Verbrennungskraftmaschine des Automobils dem Generalverdacht dieser zweifellos unhaltbaren Zustände aussetzen? Tun wir das, was wird geschehen?

1.) Die Autohersteller werden unschuldige Gesichter machen. Ihre Motorentechnik und die Technologie der Abgasreinigung ist ja eh super in Ordnung. Außerdem werden die von der EU vorgegebenen Abgaswerte nicht nur eingehalten sondern sogar unterschritten. Wird behauptet
Wie hoch diese Abgasgrenzwerte von der EU angesetzt werden, steht auf einem anderen Blatt und halten einen Vergleich mit den U.S.A. in keiner Weise stand.

2.) Der Verband der deutschen Autoindustrie (VDA) und seine Lobbyisten werden auf Touren kommen und mit allen Mitteln versuchen, nicht nur die EU Beamten sondern auch die nationalen Regierungen zu beeinflussen. Mit dem Hinweis auf "Arbeitsplätze erhalten" werden dann vernünftige, d.h. niedrige Abgaswerte ad absurdum geführt.
Dies wird in Europa schon jahrelang so gehalten und betrifft nicht nur die Partikelemissionen sondern auch das ebenso gesundheitssschädliche Stickoxid.

Was können wir in Österreich tun, um zu brauchbaren und realistischen Ergebnissen zu kommen? Gerecht muss es auch sein.

Dass Österreich "auf Richtlinien aus Brüssel" warten muss, ist bestenfalls eine Halbwahrheit.

WIR HABEN IN ÖSTERREICH DAS INSTRUMENT DES PARAGRAPH 57a: DIESE KFZ-ÜBERPRÜFUNG MUSS WIEDER JÄHRLICH STATTFINDEN!!!

UND: MIT EINEM ENTSPRECHENDEN ABGASTESTER, DAS HEISST, EINEM 5-GASTESTER MUSS DIE ABGASQUALITÄT AM AUSPUFFENDROHR GEMESSEN WERDEN!!!

Eine andere Möglichkeit steht in den Paragraph 57a-Werkstätten nicht zur Verfügung.
Mit der o.a. Methode kommen wir zu Ergebnissen ausreichender Qualität, welche wir auch statistisch verwerten können. Dazu müssen auch Fahrzeuge jünger als 3 Jahre erfasst werden.

Das können wir machen, das kann sich Österreich leisten und das muss uns eine höhere Qualität der Atemluft auch wert sein.

   
 
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